Von Emil Moosmann Epfendorf-Trichtingen. Die wochenlangen Proben des Hauptorchesters des Musikvereins Trichtingen und der Jugendkapelle "music for life" aus Harthausen, Trichtingen und Epfendorf haben sich gelohnt: Das zeigte der lang anhaltende Beifall für das Weihnachtskonzert.

Mit dem Titel "Strauss und Strauss" von Michael Pratt, gelang den Nachwuchsmusikern ein gelungener Auftakt. Die Ansagen hatte Fabian Bässler übernommen. Mit viel Freude trugen sie dann "I Will Follow Him" mit Melodien aus "Sister Act" vor. Nicht mehr wegzudenken von den Auftritten ist die "Polka Nr. 37" von Siegfried Rundel. Das zeigte sich insbesondere bei den Tenorhörnern. Doch auch die anderen Spieler bewiesen, dass sie bei Andreas Schäuble in den vergangenen sechseinhalb Jahren in den besten Händen waren.

Bei Schäuble kam Wehmut auf, verabschiedete er sich doch als Dirigent der Jugendkapelle. Dass ihm diese am Herzen lag, war beim Abschiedsstück "Time To Say Goodbye" deutlich zu spüren.

Mit "A Little Opening" von Thiemo Kraas eröffnete das Hauptorchester unter der Leitung von Thomas Schneider seinen Konzertteil. Die Ansage machte Tanja Schöllhammer. Auf Trompeten und Posaunen als sprühende Fanfaren zu Beginn folgte eine ruhige Passage. Schlagwerk und Trompeten wie später die Hörner traten dann solistisch in den Vordergrund.
 

Mit "Aida" von Giuseppe Verdi begab sich das Hauptorchester ins Reich der Opern. Und was sich in einer Großstadtstraße wie der Champs-Élysées in Paris, bei einem Spaziergang über den Wenzelplatz in Prag oder über den Kurfürstendamm in Berlin abspielt, war im Stück "L’Avenue" von Klaus-Peter Bruchmann musikalisch nachzuvollziehen. In "Nimrod" erklangen Filmmusiken wie "Australia", "Elisabeth" oder "The War".

Als Dank und Anerkennung für die vor der Pause geehrten langjährigen Mitglieder spielte das Hauptorchester den Marrsch "Mars der Medici" von Johann Wichers.

Sich genüsslich zurücklehnen und mitsummen konnten die Zuhörer beim Medley "Bert-Kämpfert-Melodien" von Hans-Joachim Rhinow. Und wer kennt sie nicht: Nena? Spätestens beim gleichnamigen Stück von Peter Kleine Schars, wurde er zum Beispiel an die Hits "99 Luftballons", "Leuchtturm" und "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" erinnert.

Dass sich Aline Frommer nicht nur als Klarinettistin im Musikverein Trichtingen einbringt, sondern auch hervorragend singen kann, bewies sie eindrucksvoll mit dem Titel "Ich bin ich" von Rosenstolz, begleitet vom Hauptorchester. Mit zu den Höhepunkte des Abends kann das letzte Stück "TV Kultabend" gezählt werden. Die Zuhörer wähnten sich auf dem heimischen Sofa, als sie die Titelmelodien bekannter Fernsehsendungen aus den vergangenen Jahrzehnten hörten. Mit dem Marsch "Hoch Heidecksburg" kamen als Zugabe die Freunde der traditionellen Marschmusik auf ihre Kosten. Und Sängerin Aline Frommer musste nochmals zum Mikrofon greifen. Mit "Oh du Fröhliche" stimmte das Hauptorchester zum Schluss des gelungenen Konzerts die Besucher auf Weihnachten ein.